Marktbericht Zunftmarkt zu Wimpfen (2006)

Zu Wimpfen kamen wir vorm Tag des Herrn,
die Sonne schien, so hatten wir es gern.
Ein Spectaculi

von Zunft und Handel,
mit Warentand und Lederbandl.

Am Marktkreuz hängt von des Königs Hand,
sein Handschuh dort als stummes Pfand.
Friede herrsche auf dem Platz und in den Gassen,
wer Unruh stift, den kriegt der Häscher bald zu fassen.

Vom Blauen bis zum Roten Turm,
wo Volk sich drängt in Massen,
so bunt wie die Schuppen eines Lindenwurm,
von einer in die andre Gassen.

Der Schmiedehammer schlägt den Takt,
während flinke Finger fröhlich zupfen über Saiten,
keine Kräh der andern ein Auge aushackt,
wenn Männer lautstark tüchtig feilschen.

So zogen wir den Markt entlang,
und freuten uns an Leut´ und Tand.
Den Zünften waren wir gewogen,
wurden dort auch nicht betrogen.

Im nächsten Jahr ihr Leut´ ich sag´s euch fein,
solltet auch ihr einmal in Wimpfen sein.
Es lohnt sich Stadt und Markt zu sehen,
und frohen Mutes über den Markt einher zu gehen.

So grüß ich Wimpfen dort am Neckarstrand,
von Würzburg aus mit erhobner Hand.
Einmal werden wir uns wieder sehen,
wenn ich komme und erneut den Zunftmarkt will begehen.

Gegeben zu Würzburg
am 29. Tage des September anno 2006

Euer
Blaudrachenstein