Marktbericht Burg Rabenstein (August 2006)

Nun, da wären wir also wieder einmal.

Rabenstein.

Wie schon erwähnt, hatte uns der Ruf des Herrn von Rabenstein erneut auf unserem Weg in den Süden Italiens erreicht

, und wir folgten ihm gerne.
Die Sonne in unseren schönen fränkischen Landen wurde in den letzten Jahren immer heißer und heißer und es würde mich nicht wundern, wenn es dem Herrn gefiele, dass bei uns demnächst Dattelpalmen, Orangen und Zitronen an den Bäumen wüchsen.

Apulien... wer braucht schon Apulien J ! Soll Friedrich sich dort unten doch alleine vergnügen. An Zeitvertreib dürfte es ihm nicht mangeln.

Wir folgen jedes Jahr dem Ruf nach Rabenstein. Ein Mal, zwei Mal und später möglicherweise drei oder vier Mal im Jahr. Und warum auch nicht? Das Gelände ist perfekt, das Wetter ist meistens schön (auf das meistens gehe ich später noch einmal näher ein) und die Leute die sich hier treffen, sind alle miteinander bekannt. Man versteht sich halt.

Ich hab´s !!!

Wir markten so lange auf Rabenstein, Italien vergessen wir, bis der Herr den Burgherrn zu sich ruft, übernehmen Burg und Ländereien und schreiben dann in die Geschichtsbücher, dass dies die friedlichste, freundlichste und liebenswürdigste Burgbelagerung in fränkischen Landen war, seit eine Burg erstmals einen Höhenzug im Frankenland geziert hatte. Kein Mann wurde verletzt oder kam gar zu Tode, da es überhaupt kein Gefecht gegeben hatte. Und solange der Herr uns nicht mit bebender Erde samt Burg und Felsen in die Tiefen des ewigen Abgrunds reißt, und die Sommer weiterhin heiß und trocken bleiben, werden wir die Herren von Franken in unserem Lande bleiben.

Oh Traum, du platzt wie eine Seifenblase und Regentropfen fallen mir auf die Nase.
Oder sind es Tränen gar, vergossen ob des Traumes wunderbar?

So will ich nun denn zu Taten schreiten, und euch die Wahrheit niederschreiben...

Der Markt zu Rabenstein wie jedes Jahr, war wieder einmal wunderbar.
Viel Recken und auch Helden kamen und Kaufleut´ viel, in deren War´ man konnte kramen.

Ob Schwert, ob Lanz´ , ob Kinderkram mit einer Schanz´,
Ob Sonne oder Regen, dies Fest ward uns ein Segen.

Un g´schifft hat´s, den ganzen Sundoch lang!

Gemüse gab´s und Leckereien, viel Fleisch zum schmausen, nix zu verzeihen.
Gut dunkles Bier und viele Waren, und Leut´ von Nah und Fern her kamen.

Wüsst´ ich´s nicht besser zu berichten, würd´ ich euch hier den Bär´n aufdichten.
Im nächsten Jahr wie wunderbar, ruft uns Rabenstein erneut zur Schar, zu essen, trinken und zum Tanze, zu Fuß zu Ross mit Schwert und Lanze.
Und Kaufleut´ kommen mit ihren Waren fein, drum lasst uns nicht verdrießlich sein.
Auch im nächsten Jahr, nach des Winters Pein, werden wir wieder hier auf Rabenstein sein.

Nun ist´s genug der Worte die ich schreibe, habt ihr nichts zu tun in eurer Bleibe?
Wollt ihr seh´n wie´s war auf Rabenstein, dann blättert weiter und schauet der Bilder fein.

Ich empfehl´ mich nun und gehe heim,
Gott zum Gruße,
euer
Blaudrachenstein

Gegeben zu Würzburg am neunten Tage des Erntemanoths anno 2006